Zentrale Erhebungen des IBBW: Mathematikunterricht am Scheffel-Gymnasium durchweg über Landesschnitt

Im Frühjahr 2026 hat das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) Zentrale Erhebungen an den allgemein bildenden Schulen des Landes durchgeführt, dabei wurden landesweit die Klassenstufen 6 und 8 zu ihrer Wahrnehmung des Mathematikunterrichts befragt. Insgesamt nahmen am Scheffel-Gymnasium 163 Schülerinnen und Schüler teil – 80 aus den sechsten und 83 aus den achten Klassen. Die Ergebnisse zeichnen ein erfreuliches Bild und geben gleichzeitig wertvolle Impulse für die weitere Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Mathelehrerin Bärbel Walz unterstützt einen Schüler bei der Bearbeitung der Aufgaben.

Ein klar positives Gesamtbild

Die Befragung erfasst sieben zentrale Dimensionen guten Unterrichts. Das übergreifende Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Scheffel-Gymnasium liegt in allen sieben Dimensionen über dem Landesdurchschnitt der baden-württembergischen Gymnasien – in mehreren Bereichen sogar deutlich. Die Schülerinnen und Schüler geben ihren Eindruck vom Mathematikunterricht wieder, der klar strukturiert, kognitiv anspruchsvoll und von einer wertschätzenden Lernatmosphäre geprägt ist

Klare Strukturen und verlässliche Klassenführung zählen zu den hervorstechenden Stärken. In beiden Jahrgängen erreichen die Werte zur Regelklarheit Spitzenwerte. Die Schülerinnen und Schüler wissen, was im Unterricht von ihnen erwartet wird – eine wichtige Grundlage für konzentriertes Arbeiten.

Anspruchsvolle Aufgaben und kognitive Aktivierung prägen den Unterricht spürbar. Mit Mittelwerten von 3,3 und 3,4 auf einer Skala von 1 bis 4 bestätigen die Lernenden, dass sie regelmäßig zum genauen Nachdenken angeregt werden und Gelerntes auf neue Zusammenhänge übertragen müssen. Mathematikunterricht am Scheffel-Gymnasium fordert – und das wird positiv wahrgenommen.

Ein besonders schönes Ergebnis betrifft die Lernkultur im Umgang mit Fehlern. Hier erreichen die sechsten Klassen einen Mittelwert von 3,5, die achten Klassen 3,4 – Werte, die deutlich über dem Landesschnitt liegen. Über 70 Prozent der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler geben an, dass es bei ihrer Lehrkraft „nichts Schlimmes“ sei, einen Fehler zu machen. 

Ein ehrlicher Blick gehört zu einer transparenten Schulentwicklung dazu. Zwei Felder haben sich in dieser Umfrage als Entwicklungsschwerpunkte herauskristallisiert: 

Beim lernförderlichen Feedback liegen die Werte mit 2,5 (Klasse 6) und 2,4 (Klasse 8) zwar weiterhin über dem Landesdurchschnitt, dennoch sehen wir hier als Schule den größten Gestaltungsspielraum. Schülerinnen und Schüler wünschen sich häufiger individuelle Rückmeldungen dazu, was sie bereits gut können und wo sie sich weiterentwickeln können. Diesem Wunsch möchten wir mit gezielten Maßnahmen begegnen.

Im Bereich der Motivierung zeigt sich ein Muster, das auch landesweit beobachtbar ist: Während die sechsten Klassen mit einem Mittelwert von 2,8 noch im positiven Bereich liegen, sinkt der Wert in Klasse 8 auf einen mittelmäßigen Wert von 2,5. Insbesondere die Frage nach dem Alltagsbezug des Gelernten wird in der achten Klasse kritischer gesehen. Auch hier liegen wir über dem Landesschnitt, möchten aber gerade in den mittleren Klassenstufen verstärkt anwendungsorientierte und lebensweltnahe Kontexte in den Mathematikunterricht einbinden. 

Nach oben scrollen