
Mit „Prêt-à-porter“ präsentiert die Künstlerin Sibylle Wagner eine prägnante Auswahl ihres vielseitigen Werks. Textile Unikate, in denen Alltagsmaterialien mit hochwertigen Stoffen zu poetischen Kunstobjekten verbunden werden, treten in einen Dialog über Herkunft und gesellschaftliche Zuschreibungen. Die Auseinandersetzung mit Material, Transparenz, Farbe und Licht prägt auch weitere Werkbereiche der Künstlerin, die 1952 in Stuttgart geboren wurde und heute in Berlin und im elsässischen Wintzenbach lebt. Ihre Bilder entfalten eine intensive Leuchtkraft und ziehen den Blick in tiefe, schwer zu fassende Farbräume. Ein Schwerpunkt der Ausstellung ist dem Thema Körper und Intimität gewidmet. Damit spannt sie einen Bogen von farb- und materialintensiven Arbeiten hin zu einer stilleren inneren Einkehr. Wie in einem Prozess des Freilegens führt sie vom Kleid zur Haut, von der äußeren Hülle zum Kern – zu dem, was Identität, Wahrnehmung und künstlerisches Denken formt. Konzipiert wurde die Ausstellung im Dialog mit der Kunsthistorikerin Olivia Zwach.
Unsere Schülerinnen und Schüler des Literatur- und Theaterkurses JG 11 begleiten die Vernissage der Ausstellung theatral. Quasi als lebende Mannequins dürfen sie ganz besondere Ausstellungsstücke, nämlich eine große Auswahl an ungewöhnlichen, von der Künstlerin selbstgenähten Schürzen, dem Publikum näher bringen. Der Kurs setzte sich hierbei mit der Thematik der Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie des Auflösens der Individualität in der Masse auseinander und entwickelte unter der Leitung von Antje Gißler und Diana Barz eine Performance im Zusammenspiel mit den Schürzen-Kunstwerken.
Die Vernissage findet am Sonntag, den 11. Oktober, um 11 Uhr in den Räumlichkeiten der Städtischen Galerie im Alten Rauthaus statt – eine herzliche Einladung hierzu!


